Interview mit Buchautorin Ulrike Sterblich („Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch – ein prekäres Bestiarium“)

Interview mit Ulrike Sterblich, die zusammen mit ihrem Autorenkollegen Heiko Werning das Buch  „Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch – ein prekäres Bestiarium“ geschrieben hat.

Naturradio: 49 bedrohte Tierarten werden vorgestellt. Wie sah Ihre Recherche aus? Ziemlich aufwendig, oder?

Ulrike Sterblich: Wir haben zu einem Teil so recherchiert, wie man sich das vorstellt: Viel gelesen, dabei Neues entdeckt und Verbindungen zwischen dem Gelesenen gezogen. Zum anderen kooperiert Citizen Conservation aber auch mit zahlreichen Zoos, Tiergärten, Züchter*innen und verschiedenen anderen Organisationen, in denen es Expert*innen gibt, die wir auch fragen konnten. 

Naturradio: Welches von diesen Tieren ist Ihnen beiden besonders ans Herz gewachsen und warum?

Ulrike Sterblich: Ich persönlich fand die Geschichte vom Feldhamster besonders erstaunlich und berührend, weil es ein heimisches Tier ist, dessen prekäre Situation mir so nicht klar war und mich überrascht hat. Und die verdeutlicht, wie wichtig ein Umdenken in der Landwirtschaft ist. 

Naturradio: Neben der Bedeutung der Biodiversität heben Sie die Wichtigkeit von Zoos und privaten Tierhaltern hervor, warum?

Dieses Buch ist Teil des Projektes Citizen Conservation. Wofür steht diese Organisation?

Ulrike Sterblich: Zu beiden Fragen (5+6) zitiere ich hier einfach mal von unserer CC Webseite, denn besser kann ich es auch nicht sagen: „Der Zusammenbruch der Artenvielfalt wird immer dramatischer. Viele Arten werden kurz- und mittelfristig nur in menschlicher Obhut eine Überlebenschance haben. Die Kapazitäten der Zoos allein reichen nicht aus, diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu lösen. Die Einbindung engagierter Privathalter kann helfen, eine relevante Anzahl an Arten in der mindestens erforderlichen Populationsgröße zu erhalten. Citizen Conservation setzt hierfür den Rahmen.

Citizen Conservation macht Bürger zu Artenschützern, leitet an, begeistert, motiviert zur Mitwirkung und bringt die Fachkompetenz aller zusammen, um einen spürbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.

Der Mensch verursacht das derzeitige globale Artensterben. Aber er hat noch die Chance umzusteuern, wenn wir alle zusammenarbeiten. Der Aufbau von gesunden Populationen in Menschenobhut ist ein wesentliches Mittel im Kampf gegen den Artenschwund.

Citizen Conservation ist ein Netzwerk von hauptberuflichen und privaten Tierhaltern. Nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand gemanagte Zuchtprogramme treffen auf die Bereitschaft von Menschen, sich aktiv am Erhalt der Biodiversität zu beteiligen. Citizen Conservation macht Bürger zu Artenschützern, leitet an, begeistert, motiviert zur Teilnahme und bringt die Kompetenzen aller zusammen, um einen spürbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.“

Naturradio: Bestandteil des Titels ist „Ein prekäres Bestiarium“ Diesen Begriff haben wir noch nie gehört. Wie sind Sie denn darauf gekommen?

Ulrike Sterblich: Das war eine Idee vom Verlag, die uns gleich gefallen hat. Das alte Wort vom „Bestiarium“ so mit „prekär“ zusammenzubringen ist originell und trifft die Sache einfach sehr gut, auch den Ton des Buches. 

Naturradio: Neben diesem Buch bzw. dazu gibt es einen Podcast mit Prominenten. Wie kam das zustande?  Wie ist die Resonanz und wo kann man das hören?

Ulrike Sterblich: Das Buch ist aus dem Podcast heraus entstanden, der war also zuerst da. CC hatte für 2020 eine Aktion geplant, um Aufmerksamkeit für das Aussterben des Feuersalamanders zu generieren. Dazu sollten ein paar Aktionen in verschiedenen Zoos stattfinden. Aber dann kam Corona und die Zoos mussten vorläufig schließen. Wie viele andere auch, überlegten wir uns daraufhin etwas anderes und kamen so auf die Idee mit dem Podcast. Man kann ihn auf Youtube finden (im Kanal von Citizen Conservation), aber z.B. auch bei Spotify. 

Später hatte der Verlag Galiani dann Interesse, die so entstandenen Texte zu einen Buch zu machen, dafür haben wir dann noch einem mehr Texte geschrieben (und damit auch den Podcast weitergeführt).

Vielen Dank für das Interview

Das Buch ist im Verlag Galiani Berlin erschienen.

Bilder des Buches:

Zu unserer Buchrezension: https://naturradio.de/buchrezension-von-okapi-scharnierschildkroete-und-schnilch-ein-prekaeres-bestiarium/

Zu dem Interview auf Instagram: https://www.instagram.com/p/Cdyc-1BtV48/

L erforderlichen Populationsgröße zu erhalten. Citizen Conservation setzt hierfür den Rahmen. Citizen Conservation macht Bürger zu Artenschützern, leitet an, begeistert, motiviert zur Mitwirkung und bringt die Fachkompetenz aller zusammen, um einen spürbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Der Mensch verursacht das derzeitige globale Artensterben. Aber er hat noch die Chance umzusteuern, wenn wir alle zusammenarbeiten. Der Aufbau von gesunden Populationen in Menschenobhut ist ein wesentliches Mittel im Kampf gegen den Artenschwund. Citizen Conservation ist ein Netzwerk von hauptberuflichen und privaten Tierhaltern. Nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand gemanagte Zuchtprogramme treffen auf die Bereitschaft von Menschen, sich aktiv am Erhalt der Biodiversität zu beteiligen. Citizen Conservation macht Bürger zu Artenschützern, leitet an, begeistert, motiviert zur Teilnahme und bringt die Kompetenzen aller zusammen, um einen spürbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten.“ Naturradio: Bestandteil des Titels ist „Ein prekäres Bestiarium“ Diesen Begriff haben wir noch nie gehört. Wie sind Sie denn darauf gekommen? Ulrike Sterblich: Das war eine Idee vom Verlag, die uns gleich gefallen hat. Das alte Wort vom „Bestiarium“ so mit „prekär“ zusammenzubringen ist originell und trifft die Sache einfach sehr gut, auch den Ton des Buches. Naturradio: Neben diesem Buch bzw. dazu gibt es einen Podcast mit Prominenten. Wie kam das zustande? Wie ist die Resonanz und wo kann man das hören? Ulrike Sterblich : Das Buch ist aus dem Podcast heraus entstanden, der war also zuerst da. CC hatte für 2020 eine Aktion geplant, um Aufmerksamkeit für das Aussterben des Feuersalamanders zu generieren. Dazu sollten ein paar Aktionen in verschiedenen Zoos stattfinden. Aber dann kam Corona und die Zoos mussten vorläufig schließen. Wie viele andere auch, überlegten wir uns daraufhin etwas anderes und kamen so auf die Idee mit dem Podcast. Man kann ihn auf Youtube finden (im Kanal von Citizen Conservation), aber z.B. auch bei Spotify. ​Später hatte der Verlag Galiani dann Interesse, die so entstandenen Texte zu einen Buch zu machen, dafür haben wir dann noch einem mehr Texte geschrieben (und damit auch den Podcast weitergeführt). Vielen Dank für das Interview Das Buch ist im Verlag Galiani Berlin erschienen.

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